Für Angehörige

Wenn nahestehende Personen im Sterben liegen, entsteht für die Angehörigen eine starke Belastung. Der Eintritt eines Sterbebegleiters in die familiäre Situation kann jedoch viele Ängste auflösen und Ansprüche an einen maßvollen Umgang mit dem nahenden Tod auffangen.


Ein Sterbebegleiter kann den Raum schaffen, der für alle Beteiligten die Schwere und die Trauer erträglich macht, eine Situation entstehen lassen,  in welcher bewusst und ohne schlechtes Gewissen ein Leben enden kann – friedvoll und sanft.

Für mich als Sterbebegleiter ist der  Umgang mit den Angehörigen mit einem Höchstmaß an Diskretion und Vertrauen verbunden.

Sterbende haben das Bedürfnis, noch einmal Ereignisse und Begebenheiten aus ihrem Leben ins Gespräch zu bringen. Das können kleine Dinge aus dem Berufsleben sein, bedeutende Familienereignisse, Dinge aus der persönlichen Biographie, Erinnerungen an das, was im Leben dieses Menschen von Bedeutung war.

Diese Erinnerungen und Erfahrungen des Sterbenden sind Symbole der Hoffnung, die einen bleibenden Wert darstellen - über den Tod hinaus. Ich als Begleiter habe ein offenes Ohr und schaffe dem oder der Sterbenden den nötigen Raum. Er bekommt das Gefühl, in dem, was ihm bedeutsam ist, verstanden zu werden - mag es ausgesprochen sein oder auch nur im Gespräch mitschwingen.

Diese letzten Empfindungen teile ich gerne mit den Angehörigen.

Das ist meine Aufgabe. Die kann ich mit Liebe erfüllen.